Soll, kann, darf man Hungeraktionen unterstützen?

Ralph Boes ist im Sanktionshungern. Am 46. Hungertag bloggt er: „Heute brauche ich oft Ruhepausen und dämmere freundlich vor mich hin.“

Ich möchte mich hier mal aus diesem Anlaß mit ein paar Aussagen befassen, die ich in diesem wie in anderen Zusammenhängen gehört habe.

Auf diese Aussagen habe ich immer äußerlich zivilisiert reagiert, egal ob es dabei um Ralph Boes‘ Sanktionshungern ging, um die Drohung von Geflüchteten, bei einer Räumung der Gerhart-Hauptmann-Schule vom Dach zu springen, oder um die Verwendung einer Pyramide gegen den Castor.

Eigentlich habe ich mich darüber geärgert.

„Also ich unterstütze ja keine Aktionen, bei denen jemand sich selbst schädigt.“

Wer, bitteschön, schädigt denn hier jemanden?

Ich sehe darin eine nur leicht verkappte Täter-Opfer-Umkehrung.
Denn selbstverständlich möchten Jobcenter, Rassismus-Behörden und Atomkraftbetreiber nicht als diejenigen dastehen, die irgendjemandem etwa irgendetwas aufzwingen, womöglich gar mit Gewalt.

Das heißt aber doch nicht, daß sie nicht genau das tun. Es soll halt nur nicht so aussehen!

Der Anschein, in einem demokratisch legitimierten Rechtsstaat zu leben, ist unglaublich nützlich, um jeder wirksamen Protst- und Aktionsformform die Legitimation zu entziehen. Daher wird dieser Anschein mit großer Sorgfalt aufrechterhalten.

Im Fall von Ralph Boes bedeutet das, daß (angeblich) nicht etwa das Jobcenter ihn zum Hungern zwingt, nein, es stellt ihn nur vor eine für ihn unannehmbare Alternative.
Auch die Geflüchteten, die auf dem Dach der Schule standen, hatten dazu eine Alternative, die für sie ebenso unannehmbar war.
Und für die AktivistInnen der bäuerlichen Notgemeinschaft war es keine annehmbare Alternative, einfach widerstandslos zuzulassen, daß Atommüll nach Gorleben geschafft wird.

Diejenigen, die Menschen vor solche Alternativen stellen, sind diejenigen, die andere schädigen.

Ralph Boes mit seinem Sanktionshungern, die Geflüchteten auf dem Dach der Schule, die in der Pyramide befestigten Anti-Atom-AktivistInnen, sie alle machen die Gewalt sichtbar, mit der ihnen die Wahl zwischen unannehmbaren Alternativen aufgezwungen wird, anstatt sich zu arrangieren.

Die Behauptung, sie seien es selbst, die sich schädigen, macht genau diese Gewalt wieder unsichtbar.

Deswegen ärgert sie mich so.

„Also das bringt doch nichts. Die lassen ihn / sie einfach verrecken. Und weiter?“

Auch diese Aussage ärgert mich jedes Mal, wenn ich sie höre. Denn diejenigen, die öffentlich hungern, die drohen, vom Dach zu springen, oder sich einbetonieren, die sind ja nicht alleine auf der Welt. Sie sind auch nicht alleine mit denen, gegen deren Handeln sie protestieren.

Sondern da sind noch andere, nämlich zum Beipiel diejenigen, die sagen: „Das bringt doch eh nix.“ Würden sie stattdessen die jeweilige Aktion unterstützen, würde diese gleich mehr bringen!

Was mich daran ärgert, ist der – äußerst effektive – Defätismus.

„Also, ich kann es nicht unterstützen, daß xy stirbt. Deswegen unterstütze ich die Aktion nicht.“

Ich kann mich nicht entscheiden, ob mich hier die unangemessene pädagogische Komponente oder die mangelnde Logik mehr ärgert. Die Kombination ist ja leider nicht selten.

Wenn ich das inhaltliche Anliegen unterstütze, daß Sanktionen vom Jobcenter abgeschafft, mindestens diejenigen gegen Ralph Boes zurückgenommen werden, daß die Geflüchteten Bleiberecht bekommen, mindestens aber auf die Räumung verzichtet wird, daß aus der Nutzung von Atomkraft ausgestiegen wird, mindestens aber die Pyramide nicht durch Körperverletzung geräumt wird, dann schütze ich damit Leben und Gesundheit der jewiligen AktivistInnen.

Diesen Schutz verweigere ich ihnen mit der zitierten Aussage.

Ich rufe daher nochmal dringend dazu auf, sich nicht an Ralph Boes zu wenden mit der Forderung, daß er halt wieder essen soll, sondern sich ans Jobcenter und die politisch und administrativ Verantwortlichen zu wenden mit der Forderung, daß Sanktionen abgeschafft und die Sanktionen gegen Ralph sofort aufgehoben werden müssen.

Ergänzung:
Wie brisant dieser Aspekt ist, sieht man nicht nur daran, daß sich für viele Menschen an dieser Frage entscheidet, ob sie eine Aktion unterstützen oder nicht.
Eine Email, die Ralphs Unterstützer Timothy Speed jetzt von der Pressesprecherin des BMAS Daldrup erhielt, enthält explizit die von mir kritisierte Argumentation: „Ich bedauere außerordentlich, dass Herr Boes für dieses politische Ziel bereit ist, seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Dies beruht jedoch auf seiner freien Willensentscheidung und ist nicht Folge des
Verwaltungshandelns.“

Zum Weiterlesen:
Auch Timothy Speed hat sich in seiner Antwort auf diese Email mit dem Thema auseinandergesetzt.
Der opablog berichtet über ein Gespräch mit Ralph zu diesem Thema, und Ralph selbst positioniert sich in seinem Hungertagebuch am 14.8.
Diana Aman geht in ihrem offenen Brief an Nahles und Daldrup ebenfalls darauf ein.
Diese Stellungnahme von Inge Hannemann hatte nochmal gezeigt, wie dringlich die Frage thematisiert werden muß.
Katja Kipping beschreitet hier einen Mittelweg.

Update: Aufgrund eines Hinweises (vielen Dank!) bin ich doch noch auf eine bereits 2007 zu diesem Thema geführte Debatte gestoßen. Es ging damals um breit angelegte Hungerstreiks gegen HartzIV.
Ich bin selbst noch nicht dazu gekommen, mir alles genau durchzulesen, und wenn ich bedenke, wie lange Ralph schon hungert, weiß ich nicht, ob das für mich selbst jetzt die Priorität hat.
Doch halte ich es prinzipiell für richtig, die Argumente und Bezüge von damals zu überprüfen. Hier ist eine Zusammenfassung mit Links zu einzelnen Debattenbeiträgen.
Update: Die Menschen setzen sich sehr mit Ralphs Sanktionshungern auseinander, und führen im Internet eine ernsthafte und überfällige Debatte.
Hier weitere Beiträge:
Nochmal vom Opablog
Von Susanne Wiest
Ralph selber hat sich auch nochmal kurz zu Wort gemeldet
Und hier Enno Schmidt
Diesen Text habe ich damals nicht in Bezug auf Ralph geschrieben, aber er gehört auch zum Thema

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8 Gedanken zu “Soll, kann, darf man Hungeraktionen unterstützen?

  1. Guten Tag,

    in der Vergangenheit waren wir ja des öfteren derselben Meinung.
    So habe ich das zumindest wahrgenommen.
    Was die Motivation von Ralph Boes angeht, bin ich meinerseits ganz sicher auch bei ihm.
    Es heißt, man solle sich “ … ans Jobcenter und die politisch und administrativ Verantwortlichen (zu) wenden mit der Forderung, daß Sanktionen abgeschafft und die Sanktionen gegen Ralph sofort aufgehoben werden müssen. …“
    Das tue ich. Verstärkt und öffentlich seit spätestens August 2013.
    Die Ausgangsfrage hier ist:
    „Soll, kann, darf man Hungeraktionen unterstützen?“
    Natürlich kann man, natürlich darf man. Wer könnte das verbieten oder verhindern!
    Was „man“ soll – das weiß ich nicht.
    Ich weiß, dass Ralph Boes ein erwachsener Mensch ist, Herr seiner Sinne und seines Verstandes.
    Ich weiß, dass er wissentlich und absichtlich einen Menschen an seiner Gesundheit schädigt und ihn in Lebensgefahr bringt.
    Dass dieser Mensch er selbst ist – ist dabei vollkommen unerheblich.
    Man hat in diesem Land die Freiheit derartiges zu tun.
    Ich habe die Freiheit, anhand meiner Ethik ein solches Verhalten (wissentliches und absichtliches schädigen eines Menschen an seiner Gesundheit und ihn in Lebensgefahr bringen) nicht zu unterstützen und abzulehnen. Und das tue ich.
    Dass ich eine Christel T. damit verärgere, bedauere ich ehrlich.
    Vielleicht ändert oder variiert sie ihre Meinung, wenn Ralph Boes unter Schmerzen gestorben ist und beerdigt wird. Vielleicht nicht.
    Vielleicht werden nach seinem Tod vermehrt Anschläge gegen Leib und Leben von jobcenter – MitarbeiterInnen verübt. Ralph Boes ist dann ja ein Held, ein Märtyrer. Oder gegen die Führungskräfte der jobcenter / BA.
    Wer weiß es. Für gut möglich halte ich es: Ralph Boes befördert sich gewaltsam aus diesem Leben – das werden etliche als Fanal sehen.
    Für den richtigen Weg halte ich dies aber nicht.

    Ich bedauere, in dieser wichtigen Detailfrage widersprechen zu müssen. Aber meine Ethik ist nicht variabel, ist nicht „taktisch – flexibel“. Ralph Boes achtet das Leben nicht mehr als seine Widersacher, wenn er sich umbringt.

    Anderes kann ich nicht sagen.

    Gruß
    Burkhard Tomm-Bub

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    1. Kein Problem! Bei Themen, die sehr wichtig sind, ärgert man sich halt auch schon mal über eine völlig legitime andere Meinung. Davon im Artikel zu abstrahieren und lieber sachlicher zu schreiben, ist mir in diesem Fall ganz offen nicht gelungen, und wenn die Sache nicht so dringend wäre, hätte ich ihn lieber ein andermal geschrieben.

      Davon abgesehen, kann ich gar nicht verstehen, wie man die Verantwortung des Jobcenters übersehen kann.

      Klar, wenn Ralph stirbt, haben sie alle Angst, daß wir Erwerbslosen dann schrecklich sauer werden, und zwar aufs Jobcenter. Aber wieso sollten wir denn aufs Jobcenter sauer werden, wenn es doch Ralph selbst ist, der so gemein zu sich ist?

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    2. Da bin ich anderer Meinung.
      Ralph Boes zeigt somit, für jedermann ersichtlich, in aller Öffentlichkeit auf, was etlichen anderen – denen da „im Schatten“ – passiert und noch passieren könnte.
      Weiß jemand eine andere Möglichkeit, diese mit einkalkulierte Lebensbedrohung klipp und klar aufzudecken? Eben – es gibt keine (weil auf die Gerichte sowie sonstige „Rechtsinstitutionen“ kein Verlaß ist).. Kaum jemand würde sonst irgend etwas für glaubhaft halten.
      Und Boes verbindet mit der Aufklärungsarbeit im Dialog den für unseren so stark reagierenden visuellen Sinn wichtigen körperlichen Verfall, den er am eigenen Leibe demonstriert. Er legt offen, was sonst gerne verdrängt wird; beiläufig stellt er durch sein praktisches Verständnis einer solchen richtig, welcher Sinn einer „Einladung“ zukommt (gegenüber der Begriffsverwirrung der Jobcenter).
      Nur so kann man meiner Erachtens die Leute überhaupt ins Grübeln bringen, indem man, sämtliche Register ziehend, auf so vielen Ebenen als möglich wirksam ist.
      Im Übrigen können Herr Tomm-Bub und Übrige natürlich eine solche Meinung vertreten; sie zeugt aber meines Erachtens von unglaublicher Einseitigkeit, indem sie das bisherige Schaffenswerk von Boes aus ihrem Urteil ausschliessen. Was sie da von Boes zu sagen haben, könnte, von ganz Wenigem abgesehen, man so fast schon einem geistig Verwirrten anheften. Davon ist er millionenmal entfernt!
      Auch dieses: Ralph achtet das Leben nicht mehr als seine Widersacher, wenn er sich umbringt, hält nicht Stich. Worum bringt sich wer? Ist das Leben nicht vom Anfang bis zum Ende das Sterben eines Todes, und liegt da, wo auf die Dauer nicht, nicht ohnehin stets Krankheit und Verfall vor? Kann Ralph überhaupt anders, vor sich und anderen? Und mußte für den Fortschritt in der Welt nicht allzu oft der Preis des körperlichen Verscheidens einiger Charakterstarker gezahlt werden?
      Wiederum, selbst wenn alle diese Worte nur Spanisch für die Kritisierten sein mögen: es ermangelt mir der Respekt und die Hochachtung für eine solch gewaltige Leistung unseres Aktivisten schon bis hierhin. Mag dieser in ihren Augen auch in einem gewaltigen Irrtum befangen sein, so braucht es nichtsdestoweniger wahnsinnigen Schneid beziehungsweise menschliche Größe, sich derart dem Gegenwind auszuliefern. zumal wenn man äusserlich besehen allmählich leicht wie eine Feder wirdohne jegliche Scham, ohne allen falschen Stolz

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  2. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass es eben eine Ermessensentscheidung des Jobcenters ist, den Ralph Boes zu sanktionieren und nicht der Ralph Boes (auch wenn er es manchmal sagt) eine Sachbearbeitung dazu zwingen konnte. Es wäre auch eine Ermessensentscheidung nicht erst nach Jahren Gutscheine die weiter Menschen stigmatisieren auszustellen, sondern zur gleichen Zeit, wenn man den gesellschaftlichen Pranger der Jobcenter gern an eine Ladenkasse mit aller Einfalt und Niedertracht verschieben wollte, wäre als Mensch schon verpflichtend!
    Wenn man aber dann noch auf einen dieser „Guten“-Scheine darauf schreibt, so wie das Jobcenter in Sachen „Boes“, dass dieser nur mit Unterschrift UND Stempel gültig sei und die Unterschrift bewusst weg lässt, dann ist hier der Hungertot als Vorsatz kalkuliert und nicht wie das BVerfG urteilte, eine soziokulturelle und politische Teilhabe unverfügbar gewährt!
    Bei dem hier vor mir schreibenden „Burkhard Tomm-Bub“ vermisse ich seine sonst verwendete Signatur, die besonderen Wert auf den „Ex“-Fallmanager legt.
    Man muss schon besondere Eigenschaften in der Persönlichkeitsstruktur entwickelt haben, um in dem Ort der Entrechtung (Jobcenter) eine Arbeit mit Sanktionsermessen zu verrichten und die Würde des Menschen dabei auszublenden!
    Dem Ralph drücke ich von Mensch zu Mensch und auf Augenhöhe und vom Herzen alle Daumen!

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  3. Ich sehe das ganze ein bischen Differenzierter…

    Das größte Problem der Menschen heutzutage ist, wir werden schon von Kindauf trainiert möglichst viele Reichtümer anzuhäufen, möglichst viel zu konsumieren ohne Rücksicht auf Verluste. Den Moment an dem es auch mal genug sein muss…Verhältnismäßigkeit und Demut lernen wir nicht. DAS ist der große Fehler in den Köpfen der Menschen heutzutage. Es geht nicht um die „blöden“ Ausländer, Ost gegen West, Arm gegen Reich, oben gegen unten oder schwarz gegen weiss….

    wir kriegen den Hals einfach nicht voll.

    Früher ging es mal darum einen möglichst kleinen Fußabdruck zu hinterlassen, und diese Welt für unsere Nachkommen zu erhalten. All diese guten Vorsätze wurden im Namen der Gier & des Profits über Bord geworfen. Wir werfen Plasik Elektronik Müll auch den Markt mit Sollbruchstellen, und kaufen alle 2 Jahre neu ein…statt endlich mal Sachen zu entwickeln die länger halten, repariert werden können. Ich will nicht wissen wieviel Patente in Schubladen schlummern die zwar nicht Wirtschaftlich „erträglich“ sind, aber einen gravierenden Unterschied machen würden um den Planeten zu schonen.

    Es müssen gravierende Änderungen stattfinden in der Politk, in der Wirtschaft… aber vorallem auch in den Köpfen. Allerdings wird es noch sehr viel schlechter werden für viele Menschen bevor es am Ende dann besser wird. Man schaue sich nur mal den flächenddeckenden Mindestlohn Sektor an. Diese Menschen werden sobald sie in Rente gehen alle in Altersarmut fallen. Und das ist nicht mehr weit weg. 20-30 Jahre, dann sieht das ganze hier in Deutschland sehr düster aus wenn 20 Millionen Menschen dann auf einmal von 300 Euro im Monat leben sollen.

    So sehr ich Herrn Boes auch Bewundere für seinen Tatendrang und Einsatz, so Sinnlos ist das ganze auch. Selbst wenn er sich zu Tode hungert, so wird man anschliessend vielleicht noch ein paar Wochen darüber diskutieren…falls unsere großen Medien überhaupt darüber berichten, die kehren ja vieles unter den Teppich dieser Tage. Und danach wird das ganze in Vergessenheit geraten. So bitter das auch klingen mag.

    Ein lebender Herr Boes, ein Streiter der seinen Finger immer weiter auf die Wunde legt ist weitaus wertvoller. Wir müssen die Menschen umfassend aufklären, Ihnen beibringen wie man sich gegen dieses verbrecherische System am besten zur Wehr setzt. Konstant Druck aufbauen, nur so kann man was ändern.

    Und vor allem sollte man Spass dabei haben und nicht den Kopf in den Sand stecken weil ja alles so ungerecht ist. Die Welt ist nicht gerecht, das war sie nie.

    Was ich persönlich feststelle, das immer mehr Menschen auf den ganzen Planeten aufwachen, und sich der Mißstände bewusst werden. Das ist nicht nur in Deutschland der Fall…das ist überall so. Zugegeben, wir Deutschen sind da im Vergleich zu den anderen noch ein bischen langsam…uns geht es noch zu gut. Aber das kommt noch.

    Grund hierfür ist die erfindung des Internets, und der freie Zugang zu Informationen. Dafür müssen wir kämpfen, dafür müssen wir aufstehen und uns zu Wehr setzen. Den diese Freiheit sind sie dabei uns zu nehmen. Und wenn wir das verlieren, dann wird es auch keine Revolutionen geben.

    Mfg
    Das Frühstückchen^^

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  4. Ein Kanzler der BRD, der sein Ehrenwort zu halten ankündigte, Parteispender anonym zu halten, auch wenn strafbewehrter Offenlegungzwang de jure geboten war, ließ die geballte Staatsträgerschaft (also diese Funktionselite aus Partei, Politik, Spitzenbeamtentum) zu wahren Interpretationskünstlern der Gesetzestexte werden, damit dem Kanzler der Einheit kein Unbill widerfahre.

    Und jetzt? Da riskiert jemand sogar sein Leben, weil er soviel Ehre im Leib hat, sich verfassungswidrigen Postulaten nicht zu beugen und die Berliner Lokalfunktionselite sagt was?

    Letzterer gehört eben einer anderen Klasse an…auch einer anderen Gehaltsklasse…

    Fehlt nur noch, daß jemand äußert, der „Rechts“staat (in Form des SGB II-Vollzugsdienstes) dürfe sich nicht nötigen lassen. Der hätte gegen M. Gandhi sicher dasselbe vorgebracht.

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