Koblenzer Jobcenter: WIDERLICH

Noch schnell ein paar dicke Sanktionen raushauen vorm Jahreswechsel, ein paar Menschen die Leistungen entziehen wegen mangelnder Mitwirkung, ein paar Rückforderungen stellen – und dann den armen armen Wohnungslosen unter dem Motto „Warmes von Herzen“ in einer Kongreßhalle ein Weihnachtsessen servieren.
BAH.
Ich selbst habe letztes Jahr am 19.Dezember eine 100%-Sanktion bekommen. Am 23. habe ich deswegen mit anderen zusammen beim Jobcenter vorgesprochen.
Außerdem wollte mir auch die Leistungsabteilung zum 19.Dezember die Leistung komplett entziehen, weil ich eine Bescheinigung von einem Dritten, die ich nicht erhalten hatte, nicht vorlegen konnte. Den Leistungsentzug durch die Leistungsabteilung konnte ich noch abwehren, sonst hätte ich im Januar minus 250% gehabt, statt minus 150%.
Wenn ich mir vorstelle, ich wäre zu einem solchen Weihnachtsessen gegangen, und wäre dort dem für mich zuständigen Sanktionär begegnet, oder einer der anderen Personen, die wir bei unserem Besuch im Jobcenter einen Tag vor Weihnachten kennengelernt haben, wie sie versuchen, am Image des Jobcenters zu arbeiten, indem sie Wohnungslosen ein Essen kochen, …
Nee, kann ich mir nicht vorstellen.

Sanktionsstreik jetzt! Dann wirken solche Aktionen weniger eklig.

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2 Gedanken zu “Koblenzer Jobcenter: WIDERLICH

  1. „“Wir möchten ein positives Bild der Mitarbeiter des Jobcenters vermitteln und zeigen, dass wir nicht nur Sanktionen vermitteln, sondern auch freundlich und herzlich sind“

    Soll man darüber lachen können? – Ich nicht.

    „… zu einem selbst gekochten festlichen Essen ein.“

    Wer wollte denn den Fraß von diesen … freiwillig essen?
    Oder mußten sich die Teilnehmer zuvor per EGV selber dazu verpflichten?

    „… Ein freundschaftlicheres Verhältnis…“
    Ja, klar. Das hätten die gerne. Einige „Kunden“ sind ja schon jetzt offenbar dumm genug, den „Jobcenter“-Schergen gegenüber aus ihrem Leben zu plaudern. Und geben ihnen damit freiwillig Anlässe zu Sanktionen und anderen Schikanen.

    Mannomann! Jetzt verlegen die „Jobcenter“ schon den ersten April auf Weihnachten, oder was? Die Suppe war doch wohl schön heiß? Und ist nicht durch ein bedauerliches Ungeschick auf der Hose, Bluse oder im Gesicht eines der Beteiligten gelandet?

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